Meydan heißt auf Türkisch „Marktplatz“, oder „Ort der Begegnung“. Im Spätsommer wurde in Istanbul mit „Meydan“ eine neue Generation von Einkaufswelten eröffnet, der erste Shopping Square. Er ist das grüne Zentrum und die Seele eines neu entstehenden Stadtteils der Megapole am Bosporus.
Die Architektur: Stararchitektenteam FOA baut Handelsimmobilie
Stararchitekten FOA entwickelten den Prototyp einer innovativen Handelsimmobilie
Die Architektur setzt neue, zukunftsweisende Akzente
Im Rahmen eines Workshops lud die METRO Group Asset Management Anfang März 2005 fünf international agierende Architekturbüros nach Istanbul, um vor Ort den Prototyp eines modernen Shopping Squares zu entwickeln.
Jeweils zwei bis drei Vertreter der Architekturbüros waren während des Workshops vor Ort und erhielten aus den Zentralen Unterstützung via Internet und Telefon. Am Abend eines jeden Tages kamen die Architekten zusammen, besprachen Heraus-forderungen wie Lösungen und präsentierten erste Entwürfe. Als am vierten Tag des Workshops die Entscheidung anstand, welches Modell gebaut werden sollte, überzeugte mit dem jungen Büro Foreign Office Architects, kurz FOA, ausgerechnet das Büro, das als Einziges der eingeladenen Architekturbüros bisher wenig Erfahrungen mit typischer Handelsarchitektur gemacht hatte. Nicht nur die Vertreter der METRO Group Asset Management, alle Teams kürten den Entwurf zum Sieger.
FOA, gegründet von Alejandro Zaera Polo und Farshid Moussavi, ist für seine außergewöhnlichen, urbanen Landschaften bekannt.
Mit dem Fährterminal in Yokohama schuf FOA eines der ungewöhnlichsten Bauwerke der letzten Jahre. Zudem war das Architekturbüro an der Erstellung des Masterplans des Londoner Olympiaparks für die Spiele 2012 beteiligt. Die Architekten von FOA gehören zu jener führenden Generation junger Architekten, die eine Neuorientierung in Theorie und Praxis bewirkt haben. Sie gelten als innovative, querdenkende Architekten, die sich sehr gründlich mit dem Raum auseinander setzen, den sie bebauen. Dies bewies FOA während der Workshoptage durch Analysen und abstrakte Schemata der Vor-Ort-Situation. Entstanden ist ein offener Shopping Square, in dem alle Ebenen über Faltungen vereint werden. Es entstehen fließende Raumzusammenhänge, die den Besucher wie selbstverständlich durch die verschiedenen Shoppingwelten leiten und auf den Kontext reagieren.